München – die Hauptstadt der Lächerlichkeit
Der politische Pickelhauben-Militarismus und sein Werk
Ein sogenanntes Experten-Gremium hat dem sogenannten Ältestenrat des Münchner Stadtrats eine Handlungsempfehlung vorgelegt, nach der 39 „historisch besonders belastete Straßennamen“ umbenannt werden sollen. Darunter die Emil-Nolde-Straße, die Herbert-Quandt-Straße, die Ludwig-Thoma-Straße, die Richard-Wagner-Straße, die Richard-Strauss-Straße und die Robert-Koch-Straße. Keine Probleme sieht man im Karl-Marx-Ring, im Rosa-Luxemburg-Platz oder im Friedrich-Engels-Bogen. Es zeigt sich, dass im Münchner „Ältestenrat“ überwiegend Menschen sitzen, die „Greenwashing“ der kommunistischen Heilslehre betreiben und viel Zeit investieren, um verdiente Persönlichkeiten früherer Zeiten verächtlich zu machen.
Die Grünen haben schon immer einen ganz besonderen Umgang mit der Vergangenheit Deutschlands gepflegt und immer wieder bewiesen, dass sie unermüdlich daran arbeiten, dem Ansehen auch ihrer Heimat zu schaden. So hat am 5.12.2013 die Münchner Grünen-Chefin Katharina Schulze das im Mai 2013 aufgestellte Trümmerfrauen-Denkmal am Münchner Marstallplatz dieses kurz nach dem Aufstellen symbolisch verhüllt [1].
Anstatt froh zu sein, dass bisher ihrer Generation ein Krieg erspart blieb, wurde damals hochnäsig auf einer früheren Generation herumgetrampelt, die sehr gerne eine ebenso ruhige Zeit verlebt hätte. Kein Wunder, dass die Aktion stürmische Kommentare wie „Ich lasse meine Oma und meine Mutter, beide schon verstorben, von den Grünen nicht in den Dreck ziehen!“ bis hin zu Parteiverbotsforderungen und Mordaufrufen zur Folge hatte. Damals erreichten die Grünen zahlreiche Hassmails und Drohungen.
12 Jahre später sind die Grünen immer noch nicht klüger geworden und sind nach wie vor dabei, auf demjenigen Land, das auch Ihnen ein Leben in Wohlstand schenkt, herumzutrampeln. Nun geht es Ihnen darum, „historisch besonders belastete Straßennamen“ umzubenennen [8].
Natürlich ist an diesem Vorgang alles intransparent. Weder ist bekannt, wer im sogenannten Experten-Gremium sitzt, das die Straßenumbenennungs-Empfehlung ausgesprochen hat, noch ist bekannt, welche präzisen Gründe jeweils für die Straßenumbenennung angeführt werden.
Wer sich ein wenig etwa mit Richard Strauss beschäftigt, kann beispielsweise erkennen, dass von einer „historischen Belastung“ dieses Mannes keine Rede sein kann. Dieser hatte zwei Kinder mit einer Jüdin, Alice von Grab-Hermannswörth und er arbeitete mit dem jüdischen Schriftsteller Stefan Zweig zusammen. Er sprach nie ein antisemitisches Wort und komponierte 1945 auf Wunsch eines amerikanischen Soldaten (John de Lancie) das schönste Oboenkonzert aller Zeiten.
Richard Wagner war ein deutscher Schriftsteller, aber vor allem ein Komponist und Dirigent von Weltrang. Seine herausragenden Musikdramen machten ihn zu einem der bedeutendsten und einflussreichsten Komponisten der Romantik [3]. Es bleibt das Geheimnis der Aktivisten im Münchner Ältestenrat, warum diese gerne den Namen des bereits am 13. Februar 1883 in Venedig verstorbenen Künstlers tilgen möchten.
Robert Koch war einer der erfolgreichsten Arzneimittelforscher des 19. Jahrhunderts und hat aufgrund seiner bahnbrechenden Entdeckungen im Jahre 1905 den Nobelpreis für Medizin erhalten [4]. In jüngerer Zeit sind Behauptungen aufgetaucht, dass Robert Koch in Afrika an Menschenexperimenten teilgenommen habe. Diese Forschungsexperimente waren durch die Verabreichung des Mittels Atoxyl gekennzeichnet, das angeblich ohne Einwilligung der Kranken verabreicht wurde.
Die Vorwürfe sind fraglich, zumal es Koch wohl hauptsächlich darum ging, den Menschen in Afrika zu helfen [5]. Zu allem Überfluss wird in der Robert Koch-Abhandlung von Wikipedia eine Quelle genannt, die sich auf die heutige Zeit bezieht und unter anderem die Impfkampagne der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung in Afrika zum Thema hat [6]. Somit steht der Verdacht im Raum, dass es darum geht, einen verdienten Mediziner mit falschen Quellenangaben beziehungsweise der Nennung intransparenter Quellen zu diskreditieren.
Diese wenigen Beispiele zeigen die Verschlagenheit des sogenannten Münchner „Ältestenrats“. Während bei missliebigen Persönlichkeiten krampfhaft nach Flecken in deren Leben gesucht wird, wird das fatale Wirken genehmer Personen geflissentlich ausgeblendet.
So zum Beispiel bei Karl Marx, dessen Ideen den Nährboden bereiteten, weltweit Abermillionen von Menschen umzubringen, weil es galt, den Weg für „den neuen, klassenlosen Menschen“ freizumachen [7]. So edel diese Idee erscheinen mag, so irrwitzig und grundfalsch ist sie, wie bereits die untergegangene, verarmte DDR sowie die implodierte Sowjetunion zeigten.
Wer den Irrwitz der „Klassenlosigkeit“ erkennen möchte, muss nur die Natur betrachten: Schon die Atome gäbe es nicht, wenn die Schöpfung auf „Klassenlosigkeit“ gesetzt hätte! Ebenso wenig gäbe es den Weltraum mit der ungeheuren Anzahl völlig verschiedener Galaxien, Sonnen und Planeten. Warum wohl wird die Erde von zahlreichen unterschiedlichen Lebensformen bevölkert? Das war nur möglich, weil die Schöpfung „Klassenlosigkeit“ nicht kennt, da dies eine völlig leere Erde bedeuten würde, die überdies ebenso wenig wie das Weltall existieren würde.
Die „Klassenlosigkeit“ des Karl Marx und Friedrich Engels ist somit ein Trugschluss beziehungsweise ein Wolkenkuckucksheim, das nur deshalb in die Welt gesetzt werden konnte, weil damals Marx und Engels grundlegende Dinge noch gar nicht wissen konnten.
Diese Dinge kann man aber heute wissen. Und von der jungen Politiker-Generation kann erwartet werden, sich kritisch mit Ideen auseinanderzusetzen, die im Lichte der modernen Zeit extrem unausgereift erscheinen. Zudem wäre es an der Zeit, dass in München der Name „Ältestenrat“ ersetzt wird, denn wenn dort Leute sitzen, die überwiegend zwischen 47 und 28 Jahre alt sind, kann davon keine Rede sein, weshalb diese Bezeichnung grob irreführend ist [9]. Zumindest würden von älteren Personen, die das 60. Lebensjahr überschritten haben, wohl weisere Entscheidungen getroffen, als von „jungen Wilden“, die sich mit Lächerlichkeiten profilieren möchten.
Ludwig Thoma würde wohl deftige Worte für die in München herrschende Scheinmoral und den dort praktizierten politischen Pickelhauben-Militarismus finden, wäre er heute noch unter uns.
Vielen Dank für Ihre Lesezeit!
Ihr Wolfgang Fottner
Quellen:
[1]: https://www.berliner-zeitung.de/archiv/muenchen-streit-um-denkmal-fuer-truemmerfrauen-li.598270
[2]: https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Thoma#cite_note-Spiegel-48
[3]: https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Wagner
[4]: https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Koch
[6]: https://www.youtube.com/watch?v=GOh4vCt5184
https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Marx
[7]: https://marx-forum.de/marx-lexikon/lexikon_k/klassenlos.html